Aus der Geschichte des TuS Durbach

„Frisch, Fromm, Fröhlich, Frei“, war der Leitspruch derer, die Ende Juli 1920 den damaligen Turnverein gründeten.

Die Vorstandschaft setzte sich wie folgt zusammen:

1. Vorstand Hermann Jäger

1. Turnwart August Zöller

1. Schriftwart Hermann Baumstark

1. Geldwart Franz Klausmann

2. Vorstand Wilhelm Huber

2. Turnwart Franz Benz

2. Schriftwart Franz Geiler

2. Geldwart August Schirrmann

Als Beisitzer fungierten: Ludwig Schmiederer, Georg Winter, Karl Micelli

Der große Zulauf des jungen Vereins stellte die Vorstandschaft gleich vor finanzielle Probleme, denn es mussten neue Geräte angeschafft werden. Die damalige Gemeindeverwaltung erleichterte dem Turnverein insofern den Beginn, als sie die Mittel für die Turngeräte vorstreckte. Laut Vertrag sollte der Verein aber jährlich 20 % der Fördermittel zurückbezahlen, sodass zum Ende des 1. Vereinsjahres gerade mal 20 Goldmark übrig blieben. Der junge Verein richtete sich mit einem Appell an die Öffentlichkeit, was eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 1600 Goldmark einbrachte und dem Verein bei der Bewältigung der finanziellen Last sehr half. Die Anfangsschwierigkeiten waren somit gemeistert. Als erster Übungsstätte diente damals der Scharf-Eck-Saal. Auch wenn sich die Räumlichkeiten nicht als Ideallösung bewiesen, stieg bei den Aktiven Freude und Elan, sodass bereits am 22. Mai 1921 zum ersten Male bei einem großen Turnfest der damaligen Turnerhochburg Urloffen die Teilnahme geregelt war. 31 Turner wurden mit 19 Siegerkränzen beehrt und die gesamte Mannschaft mit einem Diplom bedacht. Der erste turnerische Erfolg war gelungen. Bereits beim nächsten Turnfest in Achern konnte die 1. Mannschaft, den ersten Preis in der Klasse I erzwingen. Dieser Erfolg beflügelte viele Einheimische und viele ließen sich bei der Fahnenweihe als Vereinsmitglieder eintragen.

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Dank der stetig steigenden Mitgliederzahl konnte man sich auch anderen Sportarten, wie Fußball, Handball und Leichtathletik huldigen. Der 1. Sportplatz wurde im Unterweiler angelegt, auf dem am 2. April 1929 eine 1. Mannschaft zur Verbandsrunde angetreten war. Der Versuch der Männerriege eine Damenriege anzuschließen scheiterte damals noch an der Einstellung der Frauen zum Sport.

Nach mehreren erfolgreichen Jahren hegte man 1930 den Plan zum Erbau einer vereinseigenen Turnhalle. Die Steine und das geschlagene Holz lagen auf der Moos schon bereit. Die Gemeinde stellte für die kostenlose Lieferung der Materialien eine Bedingung, die beinhaltete, dass die Turnhalle auch für den Schulsport dienen sollte, was an der Engstirnigkeit der damaligen Lehrerschaft aber scheiterte. Der Bau wurde bis auf weiteres verschoben.

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Im Zuge der körperlichen Ertüchtigung wurde 1934 mit dem Aufbau einer Jugendriege begonnen. Die Parole der damaligen Zeit lautete: „Hart wie Kruppstahl, zäh wie Leder, flink wie ein Wiesel und schnell wie ein Windhund.“

Nach diesem Motto wurde bei fast allen Veranstaltungen fast ausschließlich Wert auf Sieg und Kampf gelegt, was den eigentlichen Gedanken der Körpererziehung stark schmälerte.

Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde das Vereinsleben durch Einberufung vieler Aktiven völlig lahm gelegt. Viele Männer verloren ihr Leben fern der Heimat. Den aus dem Krieg zurückgekehrten wurde vorerst nicht genehmigt den Turnverein neu zu beleben, denn jegliche Vereinsgründung wurde als staatsgefährdende Elemente betrachtet. Das 1. Gesuch zwecks Gründung eines Turnvereins wurde am 10.09.1947 an die Militärregierung Offenburg über den Landrat gestellt. Die Antragsteller waren Wilhelm Lang, Franz Männle und Ernst Ziegler. In die Vereinsleitung durften laut einer Vereinbarung der Besatzungsmächte nur Mitglieder aufgenommen werden, die in den vergangenen 12 Jahren in keiner Weise parteilich engagiert waren.

Nachdem die Siegermächte im Jahre 1949 den Ländern der heutigen Bundesrepublik gestatteten sich zusammen zu schließen und demokratische Grundrechte zu erläutern war der Weg für das Turnen wieder frei. Dies führte im Jahre 1950 zum Zusammenschluss der Vereine, der fortan den Namen TuS Durbach trug.

Die Erfolge nach der Wiederaufnahme stellten sich schnell ein und dennoch blieb der Nachwuchs dünn gesät und die Begeisterung für das Turnen ebbte stark ab.

Grndungsmannschaft1929

Dafür aber wuchs die Begeisterung für das Rasenspiel und König Fußball dominierte unser Rebort. So war es nicht verwunderlich, dass die 1. Mannschaft in der Verbandsrunde 1954/55 unter Trainer Hall aus Offenburg zu Meisterehren in der C-Klasse Lahr Nord kam. Unter dem neuen Trainer Seigel schaffte sie im darauf folgenden Jahr als Meister der B-Klasse sogar den Aufstieg in die A-Klasse Offenburg, was auf die gute Arbeit beider Trainer und die großartige Kameradschaft innerhalb der Mannschaft zurückzuführen war. Die Größe des Spielfeldes entsprach nicht mehr den sportlichen Grundsätzen, sodass in Zusammenarbeit mit der Gemeinde eine Lösung angestrebt wurde und der gegenwärtige Hartplatz ausschließlich in Eigenarbeit neu angelegt wurde.

Im Jahr 1968 beschloss die Vorstandschaft eine neue Platzbeleuchtung in Eigenarbeit zu erstellen, was auf große Initiative des damaligen 2. Vorstandes Ludwig Müller mit einem Fluchtlichtspiel gegen die 1.Mannschaft des Offenburger FV, verwirklicht wurde.

Aber nicht nur die Fußballer auch die Turner erhielten eine neue Wirkungsstätte. Am 17. Juni 1956 konnte das Richtfest der Turnhalle, die sowohl dem Vereins- als auch dem Schulsport dienen sollte, gefeiert werden. Zum damaligen Zeitpunkt entsprach Größe und Einrichtung vollauf den Anforderungen. Doch ist ihre Kapazität zur gegenwärtigen Zeit durch Ausweitung der einzelnen Sportarten öfters überbeansprucht.

Im Zuge der Jugendförderung konnte der Verein im Jahre 1958 eine A- und B-Jugend, sowie eine C-Jugend vorweisen.

Im Jahre 1960 konnte das 40 jährige Vereinsjubiläum gefeiert werden.

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Die Riege der Durbacher Turner erzielte in Urloffen einen beachtlichen Erfolg und schnitt mit der Note "sehr gut" ab, was sie 1962 mit der Note "gut" nochmals bestätigen konnten.

Während die Turner im Jahre 1963 unter der Lehrerin Frl. Bergthold mit einer Damenriege für neuen Aufschwung sorgten, erlebten die Fußballer einen Niedergang. Die Mannschaft stieg 1964 in die B-Klasse und 1 Jahr später in die C-Klasse ab. Der Tiefstand war erreicht und mit neuen Impulsen konnte unter dem neuen Trainer Werner Greßbach bereits 1 Jahr nach dem Abstieg der Wiederaufstieg in die B-Klasse gefeiert werden.

In den folgenden Jahren behauptete die 1. Garnitur stets vordere Plätze und so war es nicht verwunderlich, dass die Mannschaft unter dem neuen Trainer Hans Weiner 1969 Meister der B-Klasse wurde und in die A-Klasse Offenburg, was in etwa der Leistungsstärke der heutigen Bezirksliga entspricht, aufstieg.

Die Turnabteilung unter Turnwart Günter Blust wuchs stetig und bald war ein Stamm von 20 sportbegeisterten jungen Männern erreicht.

Unter der fachkundigen Anleitung von geschulten Übungsleitern wuchs auch die Begeisterung bei den Jungen- und Mädchengruppen. Die Buben qualifizierten sich im Jahre 1975 bei der Mannschafts-Winterrunde des Ortenauer Turngaus für den Bezirksentscheid in Kenzingen, wo sie einen beachtlichen 3. Platz belegten. In folge hoher Zuwachsraten wurde der Augenmerk immer mehr in Richtung Breitensport verlegt. Die zur Verfügung stehenden Übungsabende für die Bubenriege und die Herren, sowie insgesamt zwei Übungsabende für die Mädchen- und Damenriege ließen keine qualifizierte Trainingseinheit zu, sodass die Übungsleiter/innen mit einem abwechslungsreichen Programm für neue Begeisterung sorgen mussten.

Bei der Einführung des 1. Herbstwandertages der Turnabteilung konnten die Turnfreunde bei einem Schauturnen Weltklasseathleten wie Mössinger, Spiess und Frenger, sowie den Amerikaner Smith erleben.

Im Jahre 1976 konnte das neue Sportgelände fertig gestellt werden und die Turner nützten die Anlage in den Sommermonaten, um leichtathletische Wettkämpfe durchzuführen. Beim Landesturnfest 1977 In Weinheim waren 21 Turner des TuS vertreten. Bester Teilnehmer wurde Übungsleiter Peter Weiner, der in seiner Klasser Bester des gesamten Ortenauer Sportbundes wurde. Bei zahlreichen Veranstaltungen pflegen die Turner körperliche Ertüchtigung und Kameradschaft.

Für die Fußballer begannen die 70er Jahre verheißungsvoll. Mit Spielertrainer Hans Weiner erreichte man im Aufstiegsjahr 1970 hinter Aufsteiger Niederschopfheim den Vizemeistertitel, dem im Jahre 1970/71, unter dem neuen Trainer Herbert Zippel, der 3. Tabellenplatz folgte. Nach dreijähriger Kreisliga A – Zugehörigkeit musste der TuS den Weg zurück in die Kreisliga B antreten, wo sie unter ihrem neuen Trainer Richard Herold jeweils gute Mittelfeldplätze belegte. Das Spieljahr 1975/76 stand für den TuS unter keinem guten Stern. Trainer Norbert Lehmann war bestrebt eine junge Mannschaft aufzubauen, was sich als schwieriges Unterfangen herausstellte. Das einheimische Trainergespann Peter Weiner und Ernst Ruh. Jun verhinderte in letzter Minute den Abstieg und konnte das rettende Ufer noch erreichen. Ab dem Spieljahr 1976/77 stand mit Werner Stürzel ein neuer Trainer zur Verfügung. Bereits im ersten Spieljahr erreichte die Mannschaft den 4. Tabellenplatz, dem in der folgenden Saison, nachdem zur Winterpause einige Verstärkungen an Bord geholt wurden, die Vizemeisterschaft hinter Zell-Weierbach folgte und viele legendäre Begegnungen in Erinnerung blieben.

Die gute Zusammenarbeit zwischen Trainer Stürzel und Co. Trainer Ruh wirkte sich auf die 2. Mannschaft sehr positiv aus. Die zweite Mannschaft erreichte unter ihrem neuen Trainer Stahlhoff zwischenzeitlich auch einen Meistertitel (1980), während der 1. Mannschaft in der Spielzeit 1977/78 hinter Stadelhofen erneut nur die Vizemeisterschaft blieb.

1965 wurde eine AH – Mannschaft gegründet, die bis heute existiert und vor allem Kameradschaftspflege betreibt.Die 70er Jahre bewiesen sich auch als Meilenstein in der Entwicklung der Jugendarbeit. Nach langen Vorgesprächen wurde in der Saison 1978/79 bei den A- und B-Junioren mit dem Nachbarverein FV Ebersweier eine Spielgemeinschaft gegründet, die bis zum heutigen Tag in erweiterter Form erhalten ist.

Überhaupt zählten die 70er Jahre, die unter der neuen Ära des neu gewählten Jugendleiters Franz Benz standen, zu den Höhepunkten der Jugendarbeit des TuS Durbach. Bereits ein Jahr nach deren Gründung erreichten die D-Junioren (Saison 1972/73) unter W. Panter und G. Baumstark überlegen die Meisterschaft. Der Höhepunkt dieses Vereinsjahres waren jedoch die Erfolge der C-Junioren. Unter Trainer F. Benz und den Betreuern G. Fritsch und H. Schröder erkämpften sie sich die Staffel- und Bezirksmeisterschaft. Unvergesslich bleiben die Bezirksmeisterschaftsspiele gegen den übermächtigen OFV, als man nach einem 5:3 Hinspielsieg erst nach einem dramatischen Elfmeterschießen in Durbach die nächste Runde erreichte. Die D-Junioren verteidigten erfolgreich ihre Meisterschaft. A-Junioren Trainer M. Mayer konnte nach langjähriger Jugendarbeit das Amt des Trainers nicht mehr ausführen und wurde von E. Ruh ersetzt. Ihm zur Seite stand der neue Betreuer D. Huber. Die Mannschaft wurde Staffelmeister und nach dem umstrittenen 2. Platz in der Bezirksmeisterschaft wurde auch der Aufstieg in die Bezirksstaffel möglich. Weitere Höhepunkte der 70er Jahre waren die erneute Meisterschaft der D-Junioren und die Meisterschaft der B-Junioren. Unvergesslich bleiben der A-Junioren Ausflug nach St. Gargellen/ Österreich und der Marathonausflug mit über 95 Jugendspielern nach Freiburg - Wiehre, wo 95 Jugendliche mit einem Altersunterschied von 10 Jahren, 15 Trainer und Betreuer, verbunden mit einem internationalen Turnier, drei herrliche Tage verbrachten.

Die Jugendarbeit seiner Zeit war geprägt von interessanten Ausflügen, abenteuerlichen Hüttenaufenthalten und funktionierender Kameradschaft, die sich bis heute erhalten hat.In den 80er Jahren konnte teilweise an die Erfolge aus den Siebzigern angeknüpft werden. Höhepunkte waren die Meisterschaft der D-Junioren und die Teilnahme bei den Südbadischen Meisterschaften in Bad Säckingen. Vor allem der starke Jahrgang 1977/78 sorgte kräftig für Furore innerhalb der SG und konnte weitere Meisterschaften erringen.

In den 90er Jahren konnten die SG B-Junioren unter Trainer St. Geppert und St. Bieser die Meisterschaft erringen.Im Laufe der Jahre wurde die Spielgemeinschaft ständig erweitert und besteht mittlerweile bereits ab den E-Junioren. Die beteiligten Vereine sind Durbach-Ebersweier-Windschläg und Nesselried. Die einzelnen Mannschaften sind auf diese vier Orte verteilt.

- Fortsetzung in Bearbeitung! -

 

Vorschau:

 

TuS trainiert wieder im Gesundheitszentrum Vierjahreszeiten in Durbach.

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

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